Samstag, 18. April 2009
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Liebe Studierende, unterdessen ist der Frühling definitiv ins Land gezogen. Schön, dass Sie in diesem Jahr seine Vorzeichen durch den BNE-Auftrag intensiv wahrgenommen haben! Ihre Erfahrungen und die Gedanken dazu sind eindrücklich. Obwohl Sie alle einen Bezug zur Natur hatten, kommt er Ihnen offenbar zwischenzeitlich, bedingt durch Arbeitsdruck, abhanden. Mir geht es genau so. Einzelne von Ihnen haben Ihren Lieblingsort aufgesucht . Ganz besonders ist dies, wenn Sie mit diesem Ort bereits eine längere Geschichte verbindet. Eine Studierende einer anderen Bloggruppe hat für diesen Ort eine ganz schöne Bezeichnung gefunden: 'Rastplatz für meine Seele.' Ich denke, dass die Beziehung zur Natur ganz wesentlich eine Sache des Herzens ist - es geht darum, die Liebe zu ihr zu entdecken und zu pflegen. Was man liebt, dafür setzt man sich ein. Dass heute viele Kinder ohne Naturbezug aufwachsen, ist eine traurige Sache, nicht nur, weil ihnen ganz vieles entgeht, sondern auch, weil da keine Liebe wachsen kann. Wie können sie etwas lieben, das sie gar nicht kennen? Deshalb bin ich überzeugt, dass es darum geht, ihnen ganz viele Erfahrungen und Erlebnisse zu ermöglichen, sei es im Wald, am Bach, auf der Wiese, am Weiher. Selbstverständlich darf das kritische Nachdenken über das Erlebte nicht fehlen und die Natur auch nicht einseitig romantisiert werden. Ich bin überzeugt, dass Sie mit ihrem eigenen Erfahrungshintergrund ganz gute Aufbauarbeit leisten werden. Durch die Augen der Kinder werden Sie vieles auch wieder neu sehen lernen. Kleinere Kinder können noch staunen. Das finde ich das Faszinierende. Staunen können hat ganz wesentlich mit dieser anderen Zeitqualität zu tun, die in einem Post angesprochen ist. Genau so ist es mit der Achtsamkeit. Sehr eindrücklich ist die Erfahrung mit der Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen, aber auch die Erkenntnis oder genauer das Erschrecken darüber, wie vieles in unserem Alltag ganz automatisch abläuft. Achtsamkeit für sich selber ist auch etwas ganz wichtiges und eine sehr gute Burnout-Prophylaxe. Bei Ihrem Eintritt in den Beruf werden sehr gefordert sein. Vielleicht behalten Sie die Idee mit dem Post-it-Zettel bei.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch
P.S. Ich habe Ihre Weblogprotokolle kontrolliert. Es sind alle in Ordnung.
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