Montag, 18. Mai 2009

Liebe Studierende
Nun melde ich mich zum letzten Mal an dieser Stelle. Ich bitte Sie, den Blog erst Ende Mai zu löschen. Ich wünsche Ihnen gute Prüfungsvorbereitungen, erfolgreiche Prüfungen und alles Gute für Ihre berufliche und private Zukunft.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle (mikesch)

Montag, 11. Mai 2009

Tauschen was das Zeug hält!

Für die "Bring- und Hol-Aktion" brachten alle Studierende fünf Gegenstände mit, die ihnen etwas bedeutet haben, sie aber nicht mehr benötigen. Die Gegenstände wurden im Garten vom Mariaberg ausgelegt und getauscht. Jeder konnte bringen und mitnehmen, was er/sie wollte.

Meine Auswahl
Ich brachte zwei Bücher, eines aus meiner Teenager-Zeit und das andere begleitete mich während drei Wochen in Thailand, eine Handtasche, die ich vor zehn Jahren in der Toscana gekauft habe, ein Armband, das ich in Thailand einer Strassenhändlerin abgekauft habe und Ohrenringe, die mir eine Freundin aus Amerika mitgebracht hat, mit.
Zu Hause auszwählen, welche Gegenstände ich mitbringen möchte, war sehr schwierig. Ich ärgerte mich über den Auftrag, da ich alle Gegenstände, die mir etwas bedeuten, behalten möchte. Mit dem Stöbern in meinem Zimmer und im Estrich stiess ich dann trotzdem auf diese fünf Gegenstände, die ich trotz der Erinnerungen weggeben kann und so vielleicht jemandem anders eine Freude bereiten.

Tauschaktion auf Mariaberg
Die Tücher mit den Gegenständen im Mariaberg und die vielen Studierenden, die um die Tücher standen, war ein lustiger Anblick. Es war spannend zu sehen, wie die Studierenden die eigenen und auch fremde Gegenstände auswählten und mitnahmen. Drei Gegenstände von mir (Buch, Tasche, Ohrenringe) wurden sehr schnell ausgewählt, die anderen wurden vielleicht noch mitgenommen, oder kommen ins Brockenhaus. Es ist für mich ok, dass diese zwei Gegenstände nicht ausgewählt wurden. Ich freue mich aber, dass sie nicht weggeworfen werden und vielleicht trotzdem noch jemand eine Verwendung dafür findet.

Ein erfolgreicher Tausch
Ich hatte einen sehr erfolgreichen Tausch gemacht. Meine Gegenstände, die ich mitgebracht habe, waren für mich unbrauchbar. Für die ergatterten Gegenstände (zwei Open-Air CDs und eine rote Teekanne) habe ich eine Verwendung. Die Teekanne werde ich meinem Freund in die WG geben, die passt perfekt in seine Küche und die Open-Air CDs werde ich selbst behalten und mich mit ihnen auf das diesjährige Open-Air freuen.

Umsetzungsmöglichkeit mit Kindern
Eine solche "Bring- und Hol-Aktion" kann sehr gut auch in der Schulen umgesetzt werden. Sie könnte in derselben Form durchgeführt werden, wie wir sie gemacht haben. Man könnte es aber auch mit dem Thema Geld verbinden. Jedes Kind könnte fünf Gegenstände von zu Hause und fünf Franken mitnehmen. Die Kinder könnten dann Gegenstände verkaufen und andere einkaufen. Die Kinder hätten bestimmt grossen Spass.

Darinka

Mittwoch, 6. Mai 2009

Liebe Studierende
Dieser Mittagstisch für Asylsuchende ist eine tolle und not-wendige Sache. Es ist schön, dass Ihr Engagement zu einer eindrücklichen Erfahrung geführt hat. Die Begegnungen waren nachhaltig, das ist Ihrem Post deutlich zu entnehmen. Plötzlich bekommen die Schicksale ein Gesicht...
Herzlich, Barbara Stehle

Sonntag, 3. Mai 2009

Kochen im CaBi


Das CaBi befindet sich im Linsenbühlquartier in der Stadt St.Gallen. Jeden Mittag wird dort gratis gekocht für Asylsuchende. Dieses Projekt wurde vom Solinetz der Stadt (eine Vereinigung der evangelischen Kirche der Stadt St.Gallen). Es kochen dort jeden Mittag unendgeltlich mindestens zwei freiwillige Helferinnen und Helfer für ca. 15 - 25 Menschen (vorwiegend Ayslsuchende), welche sich in einer aussergewöhnlichen Situation befinden und nicht genug Geld haben, um sich jeden Tag eine warme Mahlzeit zu kochen.

















Am Dienstag, 21. April kochten mir gemeinsam mit Tülay, einer Türkin, die ebenfalls als Flüchtling in die Schweiz kam, mittlerweile Schweizerin ist und jeden zweiten Dienstag im CaBi ein aufwendiges, leckeres Menue kocht. Sie erzählte uns von ihrer Vergangenheit. Totz den erschreckenden Tatsachen ist sie eine sehr fröhliche Person und brachte uns während des Kochens oft zum Lachen.


Wir trafen uns um 09.30 Uhr und gingen gemeinsam einkaufen. Daraufhin teilten wir die Arbeiten auf und kochten einen Gemüseeintopf mit Poulet und Salat.

Um 11 Uhr kamen die ersten Gäste. Einige halfen den Tisch zu decken, während es die anderen genossen beisammen zu sitzen und sich auszutauschen.
Es war eine sehr schöne Athmosphäre während des ganzen Mittags.
Den Gästen schmeckte das Menue ausgezeichnet und sie genossen es, dass neue Gesichter im CaBi kochten. Einige nutzten die Gelegenheit um uns ihr Schicksal zu erzählen. Uns beeindruckte die offene Art, wie einige auf uns zu kamen.
Viele sprachen jedoch nicht viel, assen still für sich das Mittagessen und verabschiedeten sich dann auch bald wieder.






Die fröhliche Athmosphäre im CaBi und die vielen kleinen Kontakte an diesem Mittag werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Das Kochen im CaBi hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass es auch in der Schweiz Menschen gibt, die unsere Hilfe benötigen, wie wertvoll eine warme Mahlzeit am Tag sein kann, wie "einfach" Menschen im Kleinen geholfen werden kann und welch eine Befriedigung diese Hilfe bei den Mitarbeitenden (bei uns) auslösen kann.

Samstag, 18. April 2009

Anmerkung

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Idee für den SOL-Auftrag! mikesch

Feedback

Liebe Studierende, unterdessen ist der Frühling definitiv ins Land gezogen. Schön, dass Sie in diesem Jahr seine Vorzeichen durch den BNE-Auftrag intensiv wahrgenommen haben! Ihre Erfahrungen und die Gedanken dazu sind eindrücklich. Obwohl Sie alle einen Bezug zur Natur hatten, kommt er Ihnen offenbar zwischenzeitlich, bedingt durch Arbeitsdruck, abhanden. Mir geht es genau so. Einzelne von Ihnen haben Ihren Lieblingsort aufgesucht . Ganz besonders ist dies, wenn Sie mit diesem Ort bereits eine längere Geschichte verbindet. Eine Studierende einer anderen Bloggruppe hat für diesen Ort eine ganz schöne Bezeichnung gefunden: 'Rastplatz für meine Seele.' Ich denke, dass die Beziehung zur Natur ganz wesentlich eine Sache des Herzens ist - es geht darum, die Liebe zu ihr zu entdecken und zu pflegen. Was man liebt, dafür setzt man sich ein. Dass heute viele Kinder ohne Naturbezug aufwachsen, ist eine traurige Sache, nicht nur, weil ihnen ganz vieles entgeht, sondern auch, weil da keine Liebe wachsen kann. Wie können sie etwas lieben, das sie gar nicht kennen? Deshalb bin ich überzeugt, dass es darum geht, ihnen ganz viele Erfahrungen und Erlebnisse zu ermöglichen, sei es im Wald, am Bach, auf der Wiese, am Weiher. Selbstverständlich darf das kritische Nachdenken über das Erlebte nicht fehlen und die Natur auch nicht einseitig romantisiert werden. Ich bin überzeugt, dass Sie mit ihrem eigenen Erfahrungshintergrund ganz gute Aufbauarbeit leisten werden. Durch die Augen der Kinder werden Sie vieles auch wieder neu sehen lernen. Kleinere Kinder können noch staunen. Das finde ich das Faszinierende. Staunen können hat ganz wesentlich mit dieser anderen Zeitqualität zu tun, die in einem Post angesprochen ist. Genau so ist es mit der Achtsamkeit. Sehr eindrücklich ist die Erfahrung mit der Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen, aber auch die Erkenntnis oder genauer das Erschrecken darüber, wie vieles in unserem Alltag ganz automatisch abläuft. Achtsamkeit für sich selber ist auch etwas ganz wichtiges und eine sehr gute Burnout-Prophylaxe. Bei Ihrem Eintritt in den Beruf werden sehr gefordert sein. Vielleicht behalten Sie die Idee mit dem Post-it-Zettel bei. 
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch
P.S. Ich habe Ihre Weblogprotokolle kontrolliert. Es sind alle in Ordnung. 

Mittwoch, 18. März 2009

Natur bewusst erleben

Ich bin gerade von einem Spaziergang mit unserem Hund zurückgekehrt. Ich bin zum Bettenauerweiher spaziert (ca. 20 Minuten von mir entfernt) und habe mich dort eine halbe
Stunde auf eine Bank gesetzt und mich bewusst auf meine Umgebung eingelassen.
Der Bettenauerweiher hat seit ich klein bin eine grosse Bedeutung für mich. Ich gehe oft mit unserem Hund dort spazieren oder jogge um den Weiher. Ich kenne den Weiher in all den Jahreszeiten und habe auch schon jeden Monat ein Foto dort gemacht, aus welchen ich einen Kalendar erstellt habe. Im Frühling mag ich den Weiher am liebsten.

Es war wunderschön die Sonnenstrahlen auf meiner Haut zu spüren und die Natur zu
beobachten, die sich nach dem langen harten Winter langsam wieder aufrichtig und zu leben beginnt. Das Wasser wirkte sehr beruhigend auf mich und ich hatte das Gefühl mich wirklich entspannen zu können und abzuschalten. Ich beobachtete zwei Taucherli, welche lustige Töne von sich gaben. Ab und zu erhoben sich sich aus dem Wasser und flatterten in niedriger über das Wasser, so dass es spritzte. Urlo, unser Hund, war ganz wachsam und ich musste aufpassen,
dass er nicht ins Wasser sprang um die Taucherli zu jagen.

Ich merkte, wie ich immer mehr Dinge entdeckte und die Natur während dieser halben Stunde immer besser wahrnahm. Ich versuchte die Umgebung durch die verschiedenen Sinne wahrzunehmen und auch mal nur auf die Geräusche zu hören oder die Gerüche wahrzunehmen.

Mir kam auch in den Sinn, dass nicht alle Menschen die Möglichkeit haben, in der Nähe ihres Wohnortes ein so schönes Stück Natur zu haben, in welchem sie abschalten können. Dies stimmte mich traurig und löste in mir das Bedürfnis aus, mehr Gelegenheiten zu nutzen um hier am Weiher zu sitzen und mit meinen Gedanken zu spielen.

In der Auseinandersetzung mit dem Thema "Nachhaltige Entwicklung" habe ich oftmals an den Bettenauerweiher und die Lebewesen dort gedacht. Im nächsten Jahr werde ich vermutlich nicht mehr entlang des Weihers spazieren können, da dieser Weg geschlossen wird und die Artenvielfalt zu erhalten. Naturschützer haben diesen Vorstoss lanciert, da Mensch und Tier zu nahe aufeinandertreffen und dies der Tierwelt schadet.
Ich habe dies mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Doch manchmal muss man die eigenen Interessen für diejenigen der Natur zurückstecken...

Die postmoderne Gesellschaft und die Natur

Gerade in einer Zeit in der viele Arbeiten anfallen, bleibt mir kaum noch Zeit, mich (in den Natur) zu entspannen. Als ich gestern Morgen aufwachte, das Fenster öffnete und mir sogleich ein frischer Frühlingsduft entgegen strömte, entschied ich mich deshalb kurzerhand, in den Guggeienwald joggen zu gehen. Joggen ist für mich die beste Möglichkeit einmal hinaus in die Natur zu gehen und einfach einmal abschalten zu können.

Im Wald angekommen spürte ich sofort, dass der langersehnte Frühling endlich gekommen ist. Einzelne Sonnenstrahlen drangen durch die Blätterschichten bis auf den Waldboden, die Vögel zwitscherten und ich atmete einen erdigen, frischen Duft ein. Es war noch früh am Morgen und weit und breit niemand anderes zu sehen. Nichts lenkte mich ab und ich konnte mich mit allen Sinnen auf mich und meine Umgebung konzentrieren. Es tat gut, die Natur so intensiv wahrzunehmen, wodurch mir schmerzlich bewusst wurde, wie selten ich die Gelegenheit dazu habe oder nutze. Ich glaube in der postmodernen Gesellschaft von heute ergeht es leider den meisten Menschen so, dass sie kaum Zeit finden sich in der Natur aufzuhalten. Immer mehr Kinder wachsen ohne Naturbezug auf. Da frage ich mich natürlich schon, wie denn ein Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur erlernt kann. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und kann es mir deshalb auch überhaupt nicht vorstellen, mitten in einer Stadt zu wohnen. Seit ich mich erinnern kann, haben wir immer in der Nähe eines Waldes oder eines Sees gewohnt, wo die Möglichkeit zum Ausspannen in der Natur grundsätzlich da war. Dies wird heute im Allgemeinen viel zu wenig genutzt, mich nicht ausgenommen.

Wenn ich in der Natur bin, sei es zum Zelten, joggen oder wandern, fühle ich mich schon mit der Natur verbunden, weil ich ihr gegenüber eine Verantwortung habe. Allerdings steht es für mich ausser Zweifel, dass die Natur wunderbar ohne uns zurecht kommen und die Dinge einfach ihren natürlichen Lauf nehmen würden.

Wenn ich in den Beruf einsteige, möchte ich mit den Kindern unbedingt regelmässig in den Wald oder so gehen, und sie für einen respektvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Kinder frühzeitig das Verständnis für eine nachhaltige Entwicklung hervorrufen, denn sie sind unsere Zukunft.

Dienstag, 17. März 2009

Frühling

Ich nahm mir für meinen Blogauftrag die Zeit um den „Bärensberg“ zu laufen. Das ist ein nahe gelegener Wald mit einem schönen Fussweg. Ich gehe oft dort hin oder an die Thur, wenn ich in der Natur sein möchte.

Wenn ich im Wald bin, nehme ich die Natur mit allen Sinnen war. Ich rieche die Erde und die Bäume. Ich höre das Rauschen des Windes durch die Tannen, die Vögel zwitschern und die Insekten surren. Ich sehe die schöne Natur, wie sie in Harmonie lebt.

Der Montag war ein perfekter Tag, um in die Natur zu gehen. Die Sonne schien und man sah schon die ersten Frühlingsblumen. Nach diesem langen Winter war es sehr schön, wieder einmal nach draussen zu gehen, sich an der Sonne zu wärmen und Gedanken los die Natur zu geniessen.

Das bewusste Wahrnehmen der Natur weckt in mir viele verschiedene Gefühle. Einerseits denke ich mir jedes Mal, dass ich eigentlich mehr Zeit in der Natur verbringen und sie geniessen sollte, weil ich merke, wie gut sie mir tut. Dann gibt sie mir auch das Gefühl, als ob die Zeit stehen bleibt. In der Natur geht alles viel langsamer. Jede einzelne Pflanze nimmt sich die Zeit, die sie braucht. Das zeigt mir wieder auf, dass wir Menschen zu hektisch sind und uns selbst einen zu grossen Stress machen. Auch gibt mir das bewusste Wahrnehmen der Natur das Gefühl von Freiheit. In den Dörfern und Städten ist alles mit Beton zugemauert. Das engt ein. In der Natur fühle ich mich freier.

Es bedeutet mir viel, dass ich ein Teil der Natur bin. Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat somit auch mit diesem Naturbezug zu tun. Ich möchte der Natur Sorge tragen, damit man sie noch lange so geniessen kann.

Freitag, 13. März 2009

Es ist schöner miteinander zu leben

Mein Post-it klebt an meiner Zimmertür. Er ist mir dort jeden Tag mehrmals aufgefallen und hat mich an meine Achtsamkeit erinnert.

Ich habe während dieser Woche meine Umwelt, meine Mitmenschen und das Leben achtsamer wahrgenommen. So habe ich bewusst, weniger Wasser verbraucht, war sorgfältiger mit der Natur und habe mehr Zeit meinen Menschen um mich gewidmet.

Es hat sich dann diese Woche herauskristallisiert, dass ich besonders meine Mitmenschen achtsamer wahrgenommen habe. Es waren Menschen im Zug, auf der Strasse, im Laden aber auch meine Familie und meine Freunde.

Es war wahnsinnig spannend, wie die Menschen um mich auf mich reagiert haben, wenn ich ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe. Diese Aufmerksamkeit war zum Beispiel ein „Grüezi“ und „Adie“ im Zug dem Sitznachbar oder auf der Strasse einer fremden Person, ein herzliches „Danke“ im Laden oder einfach ein Lächeln. Die meisten Leute reagierten sehr herzlich, freuten sich und lächelten zurück.
Auch meine wichtigen Menschen um mich haben sich mir gegenüber mehr geöffnet. Ich habe ihnen bewusst Zeit geschenkt, ihnen zugehört und mich auf sie eingelassen.

Auch in einer normalen Woche nehme ich die wichtigen Menschen um mich achtsam wahr. Doch denke ich, bin ich nicht immer gleich dabei. Das heisst, es kommt vor, das ich vielleicht meine Gedanken noch irgendwo anders habe und mich nicht voll und ganz auf die Personen einlassen kann.

Die Hauptgründe dafür, dass man seine Mitmenschen zu wenige wahrnimmt sind wahrscheinlich Hektik und Stress. Diese zwei Sündeböcke sind in unseren Leben sehr präsent.

Doch finde ich es wichtig, dass man sich Zeit für seine Mitmenschen nimmt und diese auch achtsamer wahrnimmt. Auch die Menschen, die man vielleicht nicht kennt, wie die Kioskfrau, der Mann im Zug, die Frau am Marronistand, … etc. freuen sich über ein „Grüezi“, „Danke“ oder auch einfach über ein Lächeln.

Es ist viel schöner, wenn die Menschen miteinander leben und nicht aneinander vorbei.

Wie in Trance!

Im Verlaufe der Woche habe ich mich darum bemüht, wachsam durchs Leben zu gehen. Anfangs fiel mir der Blogauftrag schwer und ich vergass immer wieder, bewusst auf meine Umgebung zu achten.
Am Dienstagabend fuhr ich ins Training – denselben Weg, wie ich ihn ca. zehnmal wöchentlich fahre. Während der Fahrt stellte ich mit Schrecken fest, dass ich mich nicht wirklich aufs Autofahren und den Strassenverkehr konzentrierte, sondern automatisch fuhr, wie in Trance. Dies machte mir irgendwie Angst, denn dieser Automatismus beeinträchtigt die beim Autofahren unabdingbare Konzentration. Aus diesem Grund heftete ich am nächsten Morgen den Post-it „Achtsam wahrnehmen – achtsam leben“ ans Armaturenbrett. Es sollte mich zukünftig daran erinnern, mit offenen, wachsamen Augen Auto zu fahren.
Ich war überrascht, welch positive Wirkung diese kleine Erinnerungshilfe hatte. Es gelang mir in der Folge nicht nur, wieder bewusster Auto zu fahren, sondern auch andere, alltägliche Dinge in meiner Umgebung wahrzunehmen, denen ich sonst keine besondere Beachtung schenke. Auch die Geräusche um mich herum nahm ich viel intensiver wahr.
Weiter versuchte ich in der vergangenen Woche, meinem Essverhalten mehr Beachtung zu schenken. Aufgrund meiner zeitraubenden sportlichen Tätigkeit, esse ich oft im Stress, weil ich mir fürs Essen immer zuwenig Zeit nehme. Die letzte Woche gelang es mir dann auch ein bisschen besser, in Ruhe zu essen, aber in diesem Bereich ist wohl immer noch Verbesserungspotenzial da.

Das einschneidendste Erlebnis dieser Woche war definitiv das "automatische Autofahren". Vermutlich ist mir das bereits mehr mal passiert, aber diese ist es mir erst so richtig bewusst geworden. Auf jeden Fall möchte ich mich in Zukunft darum bemühen, achtsamer zu leben und bewusster auf meine Lebensgewohnheiten und meine Umgebung achten.

Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam auf seinen Körper hören

Da ich einen Grossteil dieser Woche im Bett (mit Magendarmgrippe) verbracht und praktisch nichts zu mir nahm. Kamen mir nicht viele Esswaren in die Hände oder Einkäufe, die ich achtsam hätte betrachten können.
Ich habe in dieser Woche vor allem gelernt achtsam auf meinen Körper zu hören und um dadurch den Verlauf der Krankheit hoffentlich zu verkürzen. Seit es mir unwohl ist, nehme ich meinen Körper (logischerweise) viel bewusster wahr. Ich habe mir zum Ziel genommen, dies auch nach meiner Genesung weiterzuführen. So will ich darauf schauen, dass ich mich nicht mehr oft überesse und auch weniger Süssigkeiten konsumiere. Ausserdem ist mein Bedarf an Kaffee in den letzten Wochen enorm gestiegen, was ja anscheinend auch nicht sehr gesund ist.

In meiner Familie ist mir aufgefallen, wie alle sehr achtsam mit mir umgehen. Sie erkundigen sie nach meinem Zustand, setzen sich zu mir ins Zimmer, um mich ein bisschen abzulenken, bringen mir Tee ins Bett und mein Vater hat für mich ein Hörspiel gekauft, welches ich nun mit Genuss im Bett hören kann.
In solchen Momenten ist es unvorstellbar für mich alleine zu wohnen und auf mich alleine gestellt zu sein.
In solchen Momenten ist es schön eine Familie um sich zu haben, die einem pflegt.

Mittwoch, 11. März 2009

Nespresso,Ei,Minergie&Co.

Liebe Studierende, endlich hat es mit der Einladung geklappt, so dass ich mich jetzt auch bei Ihnen melden kann. Gerne trage ich einige Gedanken dazu bei. Mit grossem Interesse habe ich Ihren Blog gelesen. Der Post zum Thema 'Espresso von Nespresso' hat mich daran erinnert, dass auch ich dringend noch Kaffee bestellen sollte - per Internet. Mir geht leider auch nichts über einen solchen Espresso am Morgen, obwohl ich mir bewusst bin, dass dies ganz sicher keine nachhaltige Art des Kaffeegenusses ist. Bedenkenswert ist nämlich auch die Produktion und das Recycling der Aluminium-Kapsel. Ich beruhige mein Gewissen dadurch, dass ich die gebrauchten Kapseln geflissentlich zur Sammelstelle in unserer Gemeinde bringe. Eine solche gibt es zum Glück seit kurzer Zeit. Ich denke, dass all die vielen Nespresso-Konsumenten und -konsumentinnen bezüglich Transparenz bei der Produktion einigen Druck auf Nestlé ausüben könnten, wenn sie sich zusammen schliessen würden. Viele Bewegungen gehen auf solche Initiativen zurück, nicht zuletzt die ganze Fair-Trade-Bewegung. Ich erlebte noch eine Zeit, in der Havelaar-Produkte ausschliesslich in Claro-Läden (Drittwelt-Läden hiessen diese damals noch) erhältlich waren und man nur davon träumen konnte, dass diese Produkte eines Tages in den Gestellen der Grossverteiler liegen würden. Konsumenten und Konsumentinnen können durch ihr Einkaufsverhalten sehr viel beeinflussen, das wird häufig unterschätzt. Ich denke auch, dass noch sehr viel Potenzial sowohl für KonsumentInnen wie für ProduzentInnen bei der Direktvermarktung liegt.  Den Bauern zu kennen, der die Kartoffel anbaut, die auf meinem Tisch steht oder mich mit eigenen Augen von der artgerechten Haltung der Hühner überzeugen zu können, ist eine hohe Lebensqualität. Meine Erfahrung mit den Bauern in der Nachbarschaft ist, dass sie es sehr schätzen, wenn ich mich für ihre Arbeit und ihre Probleme interessiere. Noch etwas zur Havelaar-Schokolade: Das Ziel wäre schon, dass es keine solchen Labels mehr braucht, weil alle Schokolade fair produziert wird. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn wir als Konsumentinnen ganz klar zeigen, was wir wollen. Was den nachhaltigen Hausbau betrifft, kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Wir haben vor 7 Jahren ein Haus nach dem Minergiestandard gebaut mit Holz aus der Region und mit einheimischen Handwerkern. Wir heizen mit Holz-Pellets und produzieren das warme Wasser über Sonnenkollektoren. Eine Fotovoltaik-Anlage oder ein Windrad zur Stromproduktion mussten wir leider auf später verschieben. Unterdessen steht in unserer Nachbarschaft bereits ein Minergie-P-Haus, das heisst, ein Passivhaus, welches ohne zusätzliche Heizquelle auskommt. Bedingung ist selbstverständlich eine optimale Besonnung. Ich kann es nur empfehlen, es ist eine spannende Sache, falls Sie selber das Glück haben, ein Haus bauen zu können. Vorbereiten darauf können Sie sich schon jetzt auf der www. minergie.ch. Ich denke, dass dieser Standard langfristig die Regel sein wird. Toll finde ich, dass Ihre Überlegungen bereits zu Aktionen geführt haben: Wassersparer bestellen beim WWF. Ein Gedanke zur Moblilität: Ich denke, dass es nicht um eine Verteufelung des Autos um jeden Preis gehen kann, da es in gewissen Situationen sicher ein tolles Hilfsmittel ist. Nur gilt es, einen sinnvollen Umgang damit zu finden und es nicht bloss aus reiner Gewöhnung zu benutzen.  Das werden wir uns langfristig nicht mehr leisten können. Auch darf es meine Meinung nach auch nicht länger ein Statussymbol sein. Falls Sie mit dem ersten Lohn als Lehrerin ein Auto anschaffen möchten - soeben hat der VCS- 'Verkehrsclub der Schweiz' die aktuelle Autoumweltliste 2009 veröffentlicht (www.vcs.ch). Ja, die Flüge schlagen beim Footprint und C02-Rechner ziemlich zu Buche. Da ist ein Umdenken sicher auch spannend: Dass nämlich die Qualität einer Reise das Wichtigste ist. Und da spielen Erfahrungen, Begegnungen, Gespräche und so weiter eine grosse Rolle. Und nicht zuletzt ist eine langsame Art des Reisens auch für die Seele heilsam, da kommt sie nämlich mit. Es musst ja nicht eine Reise mit dem Traktor nach Polen sein, wovon unlängst ein Pensionierter bei 'Aeschbacher' berichtet hat. Was er dabei aber alles erlebt hat, gäbe ein spannendes Buch. Er meinte, dass ihn die verschiedensten Gerüche am meisten
beeindruckt hätten... So wünsche ich Ihnen eine achtsame Zeit bis zum nächsten Mal und grüsse Sie herzlich, Barbara Stehle alias mikesch

Dienstag, 3. März 2009

Durch welche Hände geht mein 3-Minuten-Ei?

Ich habe mich entschieden meinen Post über das Ei zu schreiben. Jeden Sonntagmorgen nehme ich ein frisches, rohes Ei aus dem Kühlschrank, lege es in den Eierkocher und kann in wenigen Minuten ein feines 3-Minuten-Ei essen.
Ich möchte nun wissen, wer für mich arbeitet, damit ich jeden Sonntagmorgen zufrieden an den Küchentisch sitzen kann.

Ich beginne beim Huhn. Es ist ein Haushuhn, das mein Ei legt. Es gehört zur Familie der Hühnervögel und stammt von Ostasien oder dem Mittelmeerraum. Dieses Nutztier legt jeden Tag ein Ei, bis es schlussendlich als Suppenhuhn im Topf landet.
Die meisten Hühner in der Schweiz werden in Volièren gehalten. Eine solche Haltung setzt voraus, dass die Hühner genügend Stallgrund- und Auslauffläche, einen Scharrraum, Sitzstangen, Legenester, Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen und eine Kotgrube mit Rost haben. Eine andere Haltungsart ist die Freilandhaltung. Bei dieser Haltung können die Hühner ins Freie auf die Wiese. Diese Haltung ist teurer, darum muss man für die Freilandeier mehr bezahlen. Seit 1992 ist die Käfighaltung (Batterie) in der Schweiz verboten. Im Ausland ist diese Haltung aber noch häufig verbreitet.

Für die Haltung meines Huhns, ist der Bauer verantwortlich. Er muss die Hühner in Brutkästen ausbrüten, sie jeden Tag füttern, den Stall pflegen, die Eier einsammeln (auch mein Ei) und für den Transport oder den Verkauf verpacken.

Der Migros und er der Coop kaufen die Waren direkt beim Produzenten. Ein Transportunternehmen sammelt bei den Bauern die Eier ein und liefert sie in die Hallen des Grossverteilers. Dort werden sie von Fabrikarbeitern verarbeitet und verpackt. Der Lagerist bringt die Eierkartons auf Stapeln ins Lager. In der Spedition werden die Eier für die einzelnen Filialen in Kisten verpackt und mit Lastwagen in die Filialen verteilt. In den einzelnen Filialen werden die Kisten entgegengenommen und von den Detailhandelangestellten in die Verkaufsgestelle eingeräumt, damit der Kunde bequem die frischen Eier entgegen nehmen kann.

Einfacher ist es, wenn die Eier direkt vom Bauern gekauft werden. Diesem direkten Bezug sagt man Direktvermarktung. Da ich in einem kleinen Dorf wohne, haben wir ein „Milchhüsli“. Das „Milchhüseli“ ist ein Selbstbedienungsladen von einem Bauern aus unserem Dorf. Er verkauft dort seine Eier, Milch, Apfelsaft, Jogurt, etc. Wir kaufen unsere Eier meistens dort oder direkt vom Hof.
Es ist natürlich optimal, wenn man Produkte direkt beim Produzenten kaufen kann. Man weiss, woher das Produkt kommt, kann sicher gehen, dass die Tiere gut gehalten werden, muss die Umwelt mit CO2 nicht belasten und kann zum Bauern oder der Bäuerin eine Beziehung pflegen.

Wenn ich Eier im Detailhandel kaufen muss, schaue ich immer genau auf die Herkunft und die Haltung der Hühner. Es ist mir wichtig, dass ich die Bauern in der Umgebung unterstütze und dass die Hühner gut gehalten werden.

Wenn ich genau aufgeschrieben hätte, wer alles an meinem Ei beteiligt ist, wäre meine Liste noch einiges länger geworden. Es ist wahnsinnig durch wie viele Hände mein Ei gelangt, bis ich mein 3-Minuten-Ei essen kann.

Espresso von Nespresso

Jeden Morgen nehmen ich eine schwarze Kapsel und trinke einen Espresso.
Dieser hilft mir richtig wach zu werden und gut in den Tag zu starten.
Wem habe ich diesen leckeren, aufmunterten Start in den Tag eigentlich zu verdanken?
Auf der Webseite von Nespresso sind die Herkunftländer, wie Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Togo, Kenia und Äthiopien aufgelistet. Der Anbau des Kaffees, die Ernte und die Zubereitung sind sehr detailliert beschrieben. Leider fehlen die Angaben zu den Personen die hinter diesen Arbeiten stecken.
Ich habe mir deshalb selbst ein kleines Mindmap erstellt und darin aufgelistet, welche Personen ich denke, sind am Werk, bis mein Espresso bei mir zu Hause ankommt.

Plantagenbesitzer → Plantagenarbeiter (pflanzen, ernten) → Arbeiter für die Vermahlung und Röstung → Nespresso → Arbeiter für die Verpackung → Arbeiter im Verteilerzenter → mein Vater (bestellt Nespresso übers Internet) → Post, Arbeiter (liefert uns den Kaffee nach Hause)

Dies sind sehr grob eingeschätzt die beteiligten Personen. Die Pfeile bedeuten immer, dass da Personen zuständig sind, welche die Kaffeebohnen oder den bereits gemahlenen Kaffee von einem Standort zum nächsten transportieren.

Es würde mich sehr interessieren, welche Personen am allermeisten davon profitieren (Gewinn erziehlen), dass ich Nespresso trinke. Ich denke mir, dass dies der Plantagenbesitzer und der Konzern Nespresso sind. Wenn dem wirklich so ist, wie ich vermute, sind die Pofiteure diejenigen, die am ganzen Prozess am inaktivsten direkt mitarbeiten.

Mit wem war ich bei diesen Prozess in einer Beziehung? Diese Frage brachte mich ins Grübeln. Eigentlich mit niemandem, ausser meinem Vater, der evt. durch mich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Kaffee langsam ausgeht und er neuen bestellen solle.

Es ist schon erstaundlich, wie wenig Gedanken ich mir bisher über den Kaffee, oder allgemein gesagt Esswaren, gemacht habe, welche ich jeden Tag in der Hand halte. Bei meinen Recherchen ist mir aber auch aufgefallen, wie wenig konkretes man beispielsweise im Internet über den Nespresso rausfinden kann. Um Transparenz zu schaffen, müssten die Konzeren den Entstehungsprozess eigentlich genau aufgezeigen.

Montag, 2. März 2009

Was für uns süss ist, ist für andere bitter

Was für uns süss ist, ist für andere bitter

Schokolade ist heute vermutlich die meistgeschätzte Süssigkeit der Welt. Stehe ich vor dem Süssigkeitenregal in der Migros oder zu Hause vor dem Schrank, greife auch ich oft zu einem Produkt, das in irgendeiner Form Schokolade enthält. Sei es nun aus Lust, Frust oder Stress, Schokolade passt grundsätzlich immer und macht ja bekanntlich glücklich. Wen sie aber wirklich glücklich macht, möchte ich im Folgenden genauer beleuchten.

Der lange Weg der Schokolade beginnt meist in Afrika, Südostasien oder Südamerika, wo die Kakaobauern, oft auch Kinder, für einen Hungerslohn und unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen die Bohnen ernten. Diese Kleinbauern sind vom Kakao abhängig. Dessen Preis ist aber sehr tief und sie sind den schwankenden Weltmarkpreisen schonungslos ausgeliefert. Dann sind da auch noch die Grossgrundbesitzer, welche die Bauern von ihrem Land vertreiben und das meiste Geld einsacken. Diese Akteure sind also definitiv nicht glücklich, haben aber keine andere Wahl, wenn sie ihre Existenz retten wollen.
Weitere Akteure in diesem Netz sind jene Menschen, welche die Kakaobohnen per Schiff nach Europa und von da mit Lastwagen oder Zug in die Schokoladenfabriken transportieren. Schliesslich sorgen die Arbeiter in den Fabriken für den süssen Geschmack der Schokolade und die Fabrikbesitzer und Verteiler wie Coop oder Migros räumen das ganze Geld ab.
Insgesamt sind es also eine ganze Menge Leute, die diesbezüglich für mein Wohlergehen sorgen. Traurig an der ganzen Geschichte ist, dass die Menschen in den Entwicklungsländern, welche diese so geliebte Ressource besitzen, meist verelenden, während die europäischen Produzenten den ganzen Gewinn absahnen.

Wenn ich anstelle der herkömmlichen Schokoladen, die etwas teurere Max-Havelar-Schokolade kaufe, kann ich vielleicht etwas dazu beitragen, dass die Kakaobauern fairere Bedingungen bekommen und dem Druck des Weltmarktes weniger stark ausgeliefert sind. Ich frage mich jedoch, was mit jenen Bauern geschehen würde, die nicht von einer solchen Stiftung unterstützt werden, wenn wir nur noch Produkte aus dem fairen Handel kaufen würden. Gingen diese dann nicht zu Grunde?


Grundsätzlich möchte ich Fair-Trade-Stiftungen wie Max-Havelar unterstüzten. Nicht zuletzt weil so alle vom fairen Handel profitieren können:
Die Bauernfamilien erhalten Marktzugang und faire Preise.
Die Pflückerinnen bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Die Produzenten in Europa können auf zuverlässige, motivierte Handelspartner zählen.
Die Konsumenten geniessen diese köstliche Süssigkeit.


Donnerstag, 26. Februar 2009

Umweltfreundlich

Ein Bericht in der Wiler Zeitung vom Donnerstag, den 26. Februar 09 berichtet über die Kläranlage der Gemeinde Kirchberg in Bazenheid. Diese wurde im Herbst 08 mit einer Medaille „médaille d’eau“ für effiziente und umweltfreundliche Energienutzung ausgezeichnet. Mit dem neuen Bau können sie 50% der benötigten Energie selbst herstellen. Sie haben die alten Gasmotoren durch Blockheizkraftwerke ersetzt. Diese Kraftwerke werden mit Gas aus den Faulanlagen gespeist und erzeugen Strom.
Ich finde es eine super Lösung. Die Energie geht so nicht verloren und wird weiterverwendet. Schön finde ich auch, dass ein solches gelungenes Projekt ausgezeichnet wird!


Am Freitag, 27. Februar 09 gab es einen kurzen Bericht über Energie-Förderbeiträge an Bauherren. Da heisst es, dass die Gemeinde Oberuzwil Bauherren finanziell unterstützt, wenn sie Mehraufwendungen im Interesse der Ökologie auf sich nehmen. Den Fokus legen sie auf Aktivitäten, die dazu beitragen den CO2-Ausstoss zu senken. Das Vorhaben wird in Kraft gesetzt, wenn es an der Bürgerversammlung genehmigt wird. Ich hoffe es wird angenommen. Für die Geschäfter ist es schwierig auf dem heutigen Arbeitsmarkt mitzuhalten. Somit ist es besonders wichtig, solche Aktivitäten/Ideen zu unterstützen.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zeitungsberichte zum Thema

Im Tagblatt vom 24. Feburar befindet sich ein Bericht über eine Motion, lanciert von drei St.Galler Kantonsräten, zum Thema Littering. Sie wollen mit diesem Vorstoss erreichen, dass die Take-away Betreiber die Kosten für die Reinigung der Strassen mittragen.
Bis heute tragen diese rechtliche keine Verantwortung für die Abfallberge, die sie auslösen. Ich finde dies einen guten Vorstoss: Müssten sie für den verursachten Müll bezahlen, der mühsam auf den Strassen aufgelesen werden muss, so würden sie ihre Verpackungsart vielleicht ja überdenken. Im Bericht wird auch nochmals darauf hingewiesen, dass für Littering auf der Strasse seit dem 1. Januar 09 Bussen verteilt werden. Ich hoffe nur, die Polizei ist sich nicht zu Schade, dies auch wirklich einzufordern, wenn sie jemandem beim Littering erwischen.

Im zweiten Bericht, den ich zum Thema gefunden habe, geht es um den Klima-Cocktail, der momentan die Erde beherrscht. Die Schweiz erlebt den kältesten Winter seit langem und da könnte man ja meinen die globale Erwärmung sei noch nicht wirklich präkar. Heinz Wanner, Professor für Geografie und Klimatologie belernt uns aber eines besseren: Augrund eines Winters können keine Rückschlüsse auf die globale Erwärmung gezogen werden. Dies müsse längerfristig betrachtet werden. Heinz Wanner zeigt auf, dass der Mensch für viele Phänomene die Ursache ist.
Ich finde, dies ist hier vielen Menschen nicht bewusst. Es sind ja momentan vor allem die ärmeren Ländern, wie beispielsweise in Afrika und Asien, welche unter der Hitze leiden oder von !uberschwemmungen überrascht werden.
Uns Europäer wird es vermutlich erst bewusst werden, wenn es auch hier zu einer Katastrophe kommt. Dies stimmt mich traurig! Warum braucht es immer zuerst Leid, bevor wirklich gehandelt wird?
Jeder von uns, sollte seinen lebenstil überdenken und seinen Egoismus ein kleines Stückchen zurückschrauben... Dann wäre die Welt schon viel besser dran!

Montag, 23. Februar 2009

Verwirrender Klima-Cocktail

In der NZZ am Sonntag (22. Februar 2009, S. 25) habe ich einen Artikel von Heinz Wanner, Professor für Geografie und Klimatologie, gelesen, der vom diesjährigen starken Winter und dessen Korrelation mit der globalen Erwärmung berichtet. Wanner weist darauf hin, dass der harte Winter nicht über die globale Erwärmung hinwegtäuschen kann. Schaut man nämlich über die Schweizer Grenzen hinaus, ist der Winter in Europa ausgesprochen warm. Wanner betont vor allem die Wichtigkeit der „globalen Sicht“, die auch Al Gore in „An inconvenient truth“ anspricht. Der Einfluss des Menschen durch den Treibhauseffekt, die Luftverschmutzung und die Veränderung der Erdoberfläche durch Verstädterung, Abholzung usw. ist immens, und die Erwärmung der Ozeane könnte vielleicht bald noch zu einem grösseren Problem werden als die Erwärmung der globalen Atmosphäre.
Der Bericht zeigt auch den Schadenanteil der reicheren Länder im Vergleich zu den ärmeren auf und die Tatsache, dass schliesslich die Armen zuerst von den Folgen betroffen sind. Wir haben also eine Verantwortung gegenüber den Entwicklungs-ländern, die wir dringlichst wahrnehmen müssen.

Auch wenn heute vielleicht bereits kleine Schritte zur Verbesserung unternommen werden, ist es schwierig, Menschen von etwas zu überzeugen, was sie aufgrund des Wohlstandes nicht erkennen oder einfach nicht sehen wollen. Müssen wir wirklich zuerst einmal richtig leiden, damit die Klimapolitik Fortschritte erzielen kann?

Dass Nachhaltigkeit auch ohne Leidensdruck möglich ist, zeigt ein Artikel aus dem heutigen St. Galler Tagblatt (23. Februar 2009, S.11). Darin ist vom ersten Mehrfamilienhaus der Schweiz, das mehr Energie produziert, als es selber benötigt, die Rede. Dieses Haus versorgt sich komplett selbst und erzeugt zusätzlich noch Überschussenergie in Form von Warmwasser und elektrischem Strom, die an die Nachbargebäude abgegeben werden. Auf diese Weise können jährlich12 000 Liter Heizöl eingespart werden.

Erstaunlich finde ich, dass die Baukosten für dieses Haus nur 15% höher sind, als bei einem ganz gewöhnlichen Haus. Ich kann mir sehr gut vorstellen, später selbst einmal ein solches Minergie-Haus zu bauen. Natürlich sind dazu die finanziellen Mittel notwendig. Heute wird leider aber oft der finanzielle Mehraufwand dem höheren, nachhaltigen Lebensstandard vorgezogen.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Wow - 2.3 Planeten Fussabdruck

Es war sehr spannend meinen ökologischen Fussabdruck und mit dem CO2-Rechner meinen CO2 Verbrauch in Tonnen berechnen zu lassen. Die Ergebnisse der beiden Tests haben mich schockiert. Mein CO2 Ausstoss liegt durchschnittlich bei 10 Tonnen. Hätten alle Erdbewohner meinen Lebensstil, bräuchten wir 2.3 Planeten, um den Ressourcenverbrauch nachhaltig zu decken. Damit liege ich im Bereich des Schweizer Durchschnitts mit 2.9 Planeten. Ich wundere mich nicht, dass die USA im Durchschnitt 5.6 verbraucht, bin aber überrascht, dass es mit dem durchschnittlichen Lebensstil von China genügen würde unseren Ressourcenverbrauch mit unserem Planeten zu decken. Hätte ich nicht gedacht! Da können wir uns ein Beispiel an den Chinesen nehmen!

Ich fand beide Tests interessant, doch war die Antwortauswahl beim footprint sehr eingeschränkt. Ich denke, das verfälscht die Auswertung. Der Test von WWF war jedoch einfacher auszufüllen als derjenige vom CO2-Rechner. Man musste beim CO2-Rechner vieles über den eigenen Lebensstandard wissen. Da ich noch zu Hause wohne, habe ich mich mit den Geräten, wie der Heizung, dem Boiler, dem Kühlschrank oder der Waschmaschine noch selten auseinandergesetzt.
Da ich aber bald ausziehen möchte, ist es von grossem Vorteil, dass ich nun weiss, auf was ich achten muss/kann!

Mein Verbesserungspotenzial liegt bei der Benützung von Kurz- und Mittelstreckenflügen. Die sollte ich auf die Bahn verlegen. Auch wäre es nachhaltiger, wenn ich den Öffentlichen Verkehr immer benutzen würde. Ich besitze das GA und benutze leider trotzdem noch 1 – 2 Mal in der Woche das Auto meiner Eltern. Dann wäre es super, wenn ich bei der Ernährung auf Bio-Produkte umsteigen würde. Dieser Vorschlag kann ich im Moment noch nicht realisieren, da ich finanziell nicht in der Lage bin. Ich werde aber bestimmt, wenn ich als Primarlehrerin arbeite, Bioprodukte einkaufen. Ein weiterer Vorschlag ist, dass wir auf Ökostrom umsteigen und das Warmwasser mit Solarenergie aufbereiten sollen. Das liegt jetzt noch nicht in meiner Macht. Ich werde meinen Eltern diesen Vorschlag aber gerne weiterleiten.

Es ist sehr spannend sich Gedanken über den eigenen Verbrauch zu machen. Zurzeit wohne ich, wie bereits gesagt, noch bei meinen Eltern. Im Bereich Ernährung und Wohnen habe ich also nur wenige Möglichkeiten mitzuentschieden. Bald ist es aber soweit, dass ich selbst diese Entscheidungen treffen muss. Somit finde ich es sehr hilfreich diese Tests gemacht zu haben und über diese Themen nachzudenken. Ich werde dann bestimmt den einen und/oder anderen Vorschlag umsetzen und mir nochmals über meinen footprint Gedanken machen.

Darinka
Beängstigende Tatsachen

Ich fand es einerseits sehr spannend, meinen Einfluss auf die Umwelt genauer unter die Lupe zu nehmen. Andererseits auch irgendwie beängstigend, obwohl ich mit meinen Werten im oder unter dem Durchschnitt liege. Hätten alle meinen Lebensstil, so bräuchte es 2,4 Planeten. Mein CO2 Verbrauch liegt bei 9,9 t. Meine Resultate entsprechen sicherlich nicht 100% der Wahrheit, weil man vor allem beim Footprint als Antwort oft nur Ja oder Nein auswählen konnte, obwohl manchmal keines von beiden auf mich zutraf. Vor allem beim zweiten Test gab es zudem Fragen, bei denen ich ins Wanken kam, weil ich noch keine eigene Wohnung besitze und mich bisher kaum mit den Strom- und Wasserquellen in unserem Haus auseinandergesetzt habe. Ausserdem gingen die Fragen, vor allem beim CO2-Rechner bis ins kleinste Detail, deren Beantwortung eine längere Beobachtung und Auswertung meiner Verhaltensweisen voraussetzen würde. Trotzdem war ich überrascht, wie gross mein Fussabdruck ist, wobei ich dies in erster Linie der Tatsache zuschreibe, dass ich im Besitz eines Autos bin.
Glücklicherweise legt meine Mutter grossen Wert auf einen sparsamen Lebensstandard, aber halt nur soweit sie dies auch beeinflussen kann (Nahrungsmittel, Wasser- und Stromverbruach, Benutzung der ÖV, Abfalltrennung), sodass ich im Bereich Ernährung sehr kleine Werte habe. Auch haben wir an eingien Orten in der Wohnung Energiesparlampen und ich achte immer darauf, alle elektronischen Geräte nach dem Gebrauch ganz auszuschalten.

Meine Verbesserungspotenziale liegen hauptsächlich in der Verlegung des Autofahrens auf den öffentlichen Verkehr. Durch diese Auswertung wurde mir wieder einmal bewusst, wie schnell man von einem Auto abhängig wird und wie bequem damit doch alles ist. Es motiviert mich zu eineren bewussten Benutzung meines Autos. Dies ist allerdings nur bedingt möglich, da ich aufgrund meiner sportlichen Tätigkeit nun mal aufs Auto angewiesen bin. Für kleinere Strecken werde ich mir in Zukunft aber bestimmt zweimal überlegen, ob ich dafür wirklich das Auto brauche.
Auch im Wasserverbrauch habe ich bereits Massnahmen getroffen und beim WWF zwei Wassersparer für die Wasserhähnen in der Küche und im Bad bestellt. Sie kontrollieren den Wasserverbrauch und bringen ausserdem etwas Farbe in die Wohnung ;-).

Ich mache mir oft Gedanken über die verschwenderische Nutzung der Ressourcen unseres Planeten durch den Menschen. Erschreckende Bilder von der alljährlichen Massenjagd auf Delfine und Kleinwale in Japan und Dänemark, die Ausrottung von bereits bedrohten Tierarten sowie beispielsweise die Rodung der Regenwälder unserer Erde beschäftigen mich immer wieder. Irgendwie fühle ich mich machtlos. Trotzdem denke ich, kann ich auch schon mit kleinen Massnahmen, wie zum Beispiel dem sparsamen Wasserverbrauch, oder der Nutzung von Recycling Produkten, etwas zur nachhaltigen Nutzung beitragen und meinen Footprint verkleinern.

Annatina Benz



Dienstag, 17. Februar 2009

My footprint

Ich fand es sehr spannend, zu sehen, welche Auswirkungen mein Lebensstil auf die Umwelt hat.
Bei beiden Umfragen schnitt ich im Durchschnitt zu anderen Europäern gut ab. Hätten alle meinen Lebensstil so bräuchte es 2.2. Planeten und ich verbrauche 7,7 t CO2. Damit liege ich bei beidem unter dem Durchschnitt. Ich war aber schockiert, dass auch ich noch einen Fussabdruck von 2,2 Planeten habe.
Bei mir Zuhause wird grossen Wert gelegt auf einen "nachhaltigen" Lebensstandard. Würde ich nicht mehr bei meiner Familie wohnen, sähen die Werte wahrscheindlich ein bisschen anders aus. Mir persönlich ist aber das Energiesparen auch sehr wichtig.

Meine Verbesserungsmöglichkeiten sind: Weniger Fleischkonsum, Ausschalten der elektronischen Geräte (was ich nie mache!) und Kurzstreckenflüge auf die Bahn verlegen

Ich habe mir vor allem über den letzten Punkt schon viele Gedanken gemacht. Es ist einfach sehr verlockend das Flugzeug zu nehmen, um für einige Tage eine Städtereise zu machen. Erstens ist es oftmals günstiger und sicher bequemer. Mir reicht häufig die Zeit auch nicht um mit dem Zug zu reisen. Dies möchte ich aber in Zukunft ändern. Lieber einmal pro Jahr richtig verreisen, als viele solcher Kurztripps zu machen. Dies ist mein persönliches Geschenk an die Umwelt!:-)

PS: Erstaunt hat mich, dass im Fussabdruckvergleich China so weit hinten liegt.
Dies hätte ich nicht gedacht. Der Lebensstil der Chinesen ist sogar nachhaltig (d.h. unter einem Planeten im Durchschnitt). Ich denke, mit diesen Ergebnissen sollten bei Umweltfragen in Zukunft nicht immer primär (oder sekundär nach der USA) die Chinesen angeklagt werden.

Anna Heule

Montag, 16. Februar 2009

Gugus
mer hends gschafft! =) Jo, nur no 12 Wuche

zur Erinnerung

Noch 12 Wochen - für euch noch 13 ... dann .... ab die Post! =)

süpi

Wir haben eine eigene Bloggseite - so lässig!
Erster Versuch....