Beängstigende Tatsachen
Ich fand es einerseits sehr spannend, meinen Einfluss auf die Umwelt genauer unter die Lupe zu nehmen. Andererseits auch irgendwie beängstigend, obwohl ich mit meinen Werten im oder unter dem Durchschnitt liege. Hätten alle meinen Lebensstil, so bräuchte es 2,4 Planeten. Mein CO2 Verbrauch liegt bei 9,9 t. Meine Resultate entsprechen sicherlich nicht 100% der Wahrheit, weil man vor allem beim Footprint als Antwort oft nur Ja oder Nein auswählen konnte, obwohl manchmal keines von beiden auf mich zutraf. Vor allem beim zweiten Test gab es zudem Fragen, bei denen ich ins Wanken kam, weil ich noch keine eigene Wohnung besitze und mich bisher kaum mit den Strom- und Wasserquellen in unserem Haus auseinandergesetzt habe. Ausserdem gingen die Fragen, vor allem beim CO2-Rechner bis ins kleinste Detail, deren Beantwortung eine längere Beobachtung und Auswertung meiner Verhaltensweisen voraussetzen würde. Trotzdem war ich überrascht, wie gross mein Fussabdruck ist, wobei ich dies in erster Linie der Tatsache zuschreibe, dass ich im Besitz eines Autos bin.
Glücklicherweise legt meine Mutter grossen Wert auf einen sparsamen Lebensstandard, aber halt nur soweit sie dies auch beeinflussen kann (Nahrungsmittel, Wasser- und Stromverbruach, Benutzung der ÖV, Abfalltrennung), sodass ich im Bereich Ernährung sehr kleine Werte habe. Auch haben wir an eingien Orten in der Wohnung Energiesparlampen und ich achte immer darauf, alle elektronischen Geräte nach dem Gebrauch ganz auszuschalten.
Meine Verbesserungspotenziale liegen hauptsächlich in der Verlegung des Autofahrens auf den öffentlichen Verkehr. Durch diese Auswertung wurde mir wieder einmal bewusst, wie schnell man von einem Auto abhängig wird und wie bequem damit doch alles ist. Es motiviert mich zu eineren bewussten Benutzung meines Autos. Dies ist allerdings nur bedingt möglich, da ich aufgrund meiner sportlichen Tätigkeit nun mal aufs Auto angewiesen bin. Für kleinere Strecken werde ich mir in Zukunft aber bestimmt zweimal überlegen, ob ich dafür wirklich das Auto brauche.
Auch im Wasserverbrauch habe ich bereits Massnahmen getroffen und beim WWF zwei Wassersparer für die Wasserhähnen in der Küche und im Bad bestellt. Sie kontrollieren den Wasserverbrauch und bringen ausserdem etwas Farbe in die Wohnung ;-).
Ich mache mir oft Gedanken über die verschwenderische Nutzung der Ressourcen unseres Planeten durch den Menschen. Erschreckende Bilder von der alljährlichen Massenjagd auf Delfine und Kleinwale in Japan und Dänemark, die Ausrottung von bereits bedrohten Tierarten sowie beispielsweise die Rodung der Regenwälder unserer Erde beschäftigen mich immer wieder. Irgendwie fühle ich mich machtlos. Trotzdem denke ich, kann ich auch schon mit kleinen Massnahmen, wie zum Beispiel dem sparsamen Wasserverbrauch, oder der Nutzung von Recycling Produkten, etwas zur nachhaltigen Nutzung beitragen und meinen Footprint verkleinern.
Annatina Benz
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Liebe Annatina
AntwortenLöschenDu hast dir sehr viele gute Gedanken gemacht. Super finde ich, dass du dich gleich entschlossen hast von WWF zwei Wassersparer zu bestellen und mehr den öffentlichen Verkehr zu nutzen.
Ich denke mit solchen kleinen Taten/Schritten kommen wir weiter. Wir sind nur machtlos über das Verhalten anderer - aber über unser eigenes können wir selbst entscheiden.
Darinka