Dienstag, 3. März 2009

Espresso von Nespresso

Jeden Morgen nehmen ich eine schwarze Kapsel und trinke einen Espresso.
Dieser hilft mir richtig wach zu werden und gut in den Tag zu starten.
Wem habe ich diesen leckeren, aufmunterten Start in den Tag eigentlich zu verdanken?
Auf der Webseite von Nespresso sind die Herkunftländer, wie Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Togo, Kenia und Äthiopien aufgelistet. Der Anbau des Kaffees, die Ernte und die Zubereitung sind sehr detailliert beschrieben. Leider fehlen die Angaben zu den Personen die hinter diesen Arbeiten stecken.
Ich habe mir deshalb selbst ein kleines Mindmap erstellt und darin aufgelistet, welche Personen ich denke, sind am Werk, bis mein Espresso bei mir zu Hause ankommt.

Plantagenbesitzer → Plantagenarbeiter (pflanzen, ernten) → Arbeiter für die Vermahlung und Röstung → Nespresso → Arbeiter für die Verpackung → Arbeiter im Verteilerzenter → mein Vater (bestellt Nespresso übers Internet) → Post, Arbeiter (liefert uns den Kaffee nach Hause)

Dies sind sehr grob eingeschätzt die beteiligten Personen. Die Pfeile bedeuten immer, dass da Personen zuständig sind, welche die Kaffeebohnen oder den bereits gemahlenen Kaffee von einem Standort zum nächsten transportieren.

Es würde mich sehr interessieren, welche Personen am allermeisten davon profitieren (Gewinn erziehlen), dass ich Nespresso trinke. Ich denke mir, dass dies der Plantagenbesitzer und der Konzern Nespresso sind. Wenn dem wirklich so ist, wie ich vermute, sind die Pofiteure diejenigen, die am ganzen Prozess am inaktivsten direkt mitarbeiten.

Mit wem war ich bei diesen Prozess in einer Beziehung? Diese Frage brachte mich ins Grübeln. Eigentlich mit niemandem, ausser meinem Vater, der evt. durch mich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Kaffee langsam ausgeht und er neuen bestellen solle.

Es ist schon erstaundlich, wie wenig Gedanken ich mir bisher über den Kaffee, oder allgemein gesagt Esswaren, gemacht habe, welche ich jeden Tag in der Hand halte. Bei meinen Recherchen ist mir aber auch aufgefallen, wie wenig konkretes man beispielsweise im Internet über den Nespresso rausfinden kann. Um Transparenz zu schaffen, müssten die Konzeren den Entstehungsprozess eigentlich genau aufgezeigen.

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