Freitag, 13. März 2009

Wie in Trance!

Im Verlaufe der Woche habe ich mich darum bemüht, wachsam durchs Leben zu gehen. Anfangs fiel mir der Blogauftrag schwer und ich vergass immer wieder, bewusst auf meine Umgebung zu achten.
Am Dienstagabend fuhr ich ins Training – denselben Weg, wie ich ihn ca. zehnmal wöchentlich fahre. Während der Fahrt stellte ich mit Schrecken fest, dass ich mich nicht wirklich aufs Autofahren und den Strassenverkehr konzentrierte, sondern automatisch fuhr, wie in Trance. Dies machte mir irgendwie Angst, denn dieser Automatismus beeinträchtigt die beim Autofahren unabdingbare Konzentration. Aus diesem Grund heftete ich am nächsten Morgen den Post-it „Achtsam wahrnehmen – achtsam leben“ ans Armaturenbrett. Es sollte mich zukünftig daran erinnern, mit offenen, wachsamen Augen Auto zu fahren.
Ich war überrascht, welch positive Wirkung diese kleine Erinnerungshilfe hatte. Es gelang mir in der Folge nicht nur, wieder bewusster Auto zu fahren, sondern auch andere, alltägliche Dinge in meiner Umgebung wahrzunehmen, denen ich sonst keine besondere Beachtung schenke. Auch die Geräusche um mich herum nahm ich viel intensiver wahr.
Weiter versuchte ich in der vergangenen Woche, meinem Essverhalten mehr Beachtung zu schenken. Aufgrund meiner zeitraubenden sportlichen Tätigkeit, esse ich oft im Stress, weil ich mir fürs Essen immer zuwenig Zeit nehme. Die letzte Woche gelang es mir dann auch ein bisschen besser, in Ruhe zu essen, aber in diesem Bereich ist wohl immer noch Verbesserungspotenzial da.

Das einschneidendste Erlebnis dieser Woche war definitiv das "automatische Autofahren". Vermutlich ist mir das bereits mehr mal passiert, aber diese ist es mir erst so richtig bewusst geworden. Auf jeden Fall möchte ich mich in Zukunft darum bemühen, achtsamer zu leben und bewusster auf meine Lebensgewohnheiten und meine Umgebung achten.

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